P2H Computing ClusterDeveloper · Operator · Asset Manager
Für Energieversorger

Abwärme als gesetzlich anerkannte
grüne Wärme.

Vertragsgesicherte Wärme bis 85 °C, direkt einspeisbar in Fern- und Nahwärmenetze. P2H entwickelt, finanziert und betreibt die Anlagen — Sie entscheiden das Kooperationsmodell.

Rechtsrahmen

Unvermeidbare Abwärme — und wann sie als Grüne Wärme zählt.

Abwärme aus Rechenzentren ist gesetzlich eindeutig definiert — und unter klar benannten Bedingungen der Wärme aus erneuerbaren Energien gleichgestellt. Das verändert die Ausgangslage für jedes kommunale Wärmenetz.

Definition

Unvermeidbare Abwärme

Das Energieeffizienzgesetz (§ 3 Nr. 13 EnEfG) definiert unvermeidbare Abwärme als Wärme, die als unvermeidbares Nebenprodukt in einer industriellen Anlage oder in einem Gewerbebetrieb anfällt und ohne Zugang zu einem Wärmenetz oder anderweitige Nutzung ungenutzt in Luft oder Wasser abgeleitet würde.

Rechenzentren sind ausdrücklich erfasst — ihre Kühlungsenergie gilt damit per Gesetz als unvermeidbare Abwärme, sobald sie technisch nutzbar abgeführt werden kann.

Gleichstellung

Grüne Wärme — unter definierten Bedingungen

Nach dem Wärmeplanungsgesetz (§ 71 WPG) sowie dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird unvermeidbare Abwärme rechtlich gleichwertig zu erneuerbaren Energien behandelt, wenn sie:

  • aus einem Prozess stammt, der nicht primär der Wärmeerzeugung dient
  • in ein Wärmenetz eingespeist und dort nutzbar gemacht wird
  • die Anforderungen an Nachweis, Mess- und Meldepflicht erfüllt

P2H-Infrastruktur erfüllt diese Kriterien strukturell — Rechenleistung ist der Primärprozess, die Wärme das nutzbare Nebenprodukt.

Konsequenz — 65 %-Regel für neue Wärmenetze
Daraus folgt: Neue Wärmenetze, die nach WPG (seit 1.1.2024) aufgebaut oder transformiert werden, müssen mindestens 65 % ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme beziehen. P2H-Anlagen zählen auf diese Quote an — ohne den Umweg über Biomasse, Geothermie oder Großwärmepumpen.
Anlagengrößen

Modular skalieren — vom Serverrack bis zur Wärmeinsel.

Zwei Architekturen, ein System. Je nach Wärmebedarf und Standortbedingungen Ihres Netzes beginnen wir klein oder groß — und skalieren modular mit.

Indoor · Modularer Einstieg

Indoor-Rack-Systeme

ab 100 kW
thermische Leistung · pro Rack

Einzelne Serverracks werden direkt in bestehende Heizzentralen oder Technikräume integriert — ohne Bauleistung an der Außenhülle. Ideal für kleinere Netze, Quartierslösungen oder als BHKW-Nachfolge an einzelnen Knoten.

  • Sukzessive Erweiterung Rack für Rack
  • Nutzung bestehender Stromanschlüsse und Trafos
  • Inbetriebnahme typisch 4–8 Wochen
Outdoor · Wärmeinsel

Containerisierte Großsysteme

1,0 – 2,4 MW
elektrische Anschlussleistung · pro Container

40-Fuß-Containersysteme als eigenständige Wärmeinseln — wahlweise parallel geschaltet zu großen kommunalen Wärmequellen im zweistelligen Megawatt-Bereich. Ideal für Fernwärmenetze, Brownfield-Standorte oder neue Gewerbequartiere.

  • Modulare Zusammenschaltung zu Wärmeinseln > 10 MW
  • Mittelspannungsanschluss mit integriertem Trafo
  • Werksvorfertigung — Feldaufbau in Tagen, nicht Monaten
Akustik — standortverträglich

Flüsterleise im Betrieb — < 30 dB auf 300 m Distanz

Die Kühlsysteme der Containereinheiten halten bei voller Last unterhalb von 30 Dezibel auf 300 Metern Entfernung — leiser als ein Wohngebiet in der Nacht. Damit sind Standorte auch in unmittelbarer Nähe zu Wohnbebauung, Kurbereichen oder sensiblen Gewerbeflächen problemlos realisierbar.

Technische Spezifikationen

Anschlussfertig für Fern- und Nahwärmenetze.

Vorlauftemperatur
60–85 °C (netzabhängig)
Leistungsklassen
1 Rack — 40-Fuß-Container
Stromanschluss
Integration in Bestandstrafo möglich
Volllaststunden
~8.000 h / Jahr
Deployment
4–8 Wochen nach Standortfreigabe
Monitoring
Echtzeit, 24/7 Remote

Nahtlose Nachfolge für auslaufende BHKW-Anlagen

Blockheizkraftwerke (BHKWs), die aus der KWK-Förderung fallen, können Schritt für Schritt durch P2H-Compute-Infrastruktur ersetzt werden. Die Technologie liefert dieselbe kontinuierliche Grundlastwärme wie ein BHKW — ohne fossilen Brennstoff, ohne Emissionsauflagen, aber mit dem zusätzlichen digitalen Erlösstrom. Der Übergang ist modular planbar: ein Rack ersetzt die erste ausgefallene BHKW-Einheit, weitere folgen im Takt der Stilllegungen.

Kontinuierliche Wärme ohne fossilen Brennstoff

Rechtlich abgesichert auf allen Ebenen.

WPG § 3

Unvermeidbare Abwärme aus Rechenzentren gleichrangig zu erneuerbaren Energien

EnEfG

Energy Reuse Factor ≥ 10% ab Juli 2026 verpflichtend für Rechenzentren ≥ 1 MW

EU EED Art. 24

Verpflichtende Erfassung und Nutzung von Abwärme in Fernwärmenetzen

§ 14a EnWG

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen — reduzierte Netzentgelte bei Demand Response

Drei Geschäftsmodelle

Wärmekunde · Co-Investment · Vollerwerb

Wärmekunde
Co-Investment
Vollerwerb
Kooperationsmöglichkeiten

So funktioniert die Zusammenarbeit im Detail.

01

Einstieg: Wärmeabnehmer

Sie erhalten vertragsgesicherte Wärme ohne jede Vorabinvestition. P2H entwickelt, finanziert, installiert und betreibt die Anlage vollständig. Ihr Einstieg: ein langfristiger Wärmeliefervertrag — vergleichbar mit Ihrem bisherigen Gas-Bezugsvertrag.

02

Vertiefung: Co-Investment

Durch eine Kapitalbeteiligung an der Anlage partizipieren Sie direkt an den Digitalerlösen der Rechenleistung. P2H vermarktet die Compute-Leistung und vergütet Ihren Anteil in EUR. Je nach Beteiligungshöhe sinken Ihre effektiven Wärmegestehungskosten auf ca. 3 ct/kWh — deutlich unter aktuellem Gaspreisniveau.

03

Vollintegration: Eigentum + Betrieb durch P2H

Sie erwerben die Anlage als Anlagegut in Ihre Bilanz. P2H übernimmt weiterhin den vollständigen Betrieb und die Vermarktung der Rechenleistung, vergütet Ihren Anteil und liefert strukturierte monatliche Berichte. Volle Kontrolle, null operative Belastung.

Förderfähigkeit — BEW Modul 2

P2H-Infrastruktur ist nach dem Bundesförderungsprogramm für effiziente Wärmenetze (BEW) grundsätzlich förderfähig. Über das BEW Modul 2 (Systemförderung) können kommunale Wärmenetzbetreiber einen Investitionszuschuss von bis zu 40 % auf förderfähige Maßnahmen erhalten — darunter die Einbindung von Abwärmequellen wie P2H-Anlagen. Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung.

→ Mehr zur BEW-Förderung (BAFA) ↗

Machbarkeit für Ihren Standort prüfen.

Wir erstellen eine kostenfreie Ersteinschätzung: Wärmebedarf, Netztemperaturen, Anschlussoption — innerhalb von 5 Werktagen.

Machbarkeit prüfen →

Netzflexibilität als steuerbarer Verbraucher

Nach § 14a EnWG profitieren P2H-Anlagen von reduzierten Netzentgelten und tragen zur Netzstabilisierung bei — auch auf Ihrer Seite.